Hitze erträglicher machen für Babys und Kleinkinder
Babys und Kleinkinder leiden in den heissen Sommermonaten besonders stark unter hohen Temperaturen. Zwar ist das Tageslicht wichtig, damit der Körper über die Haut Vitamin D bilden kann, doch dafür muss niemand in der prallen Sonne braten. Schatten oder Halbschatten genügen völlig – und sind für die empfindliche Kinderhaut unverzichtbar.
Das physiologische Problem: Babys und Kleinkinder erleiden viel schneller einen Hitzestau als Erwachsene. Ihr kleiner Organismus muss erst noch lernen, die Temperatur effizient zu regulieren. Zwar sind alle Schweissdrüsen bereits angelegt, aber das körpereigene „Kühlsystem“ funktioniert noch nicht perfekt. Die Folge: Kleinkinder überhitzen schnell, kühlen aber bei Zugluft oder Nässe auch ebenso schnell wieder aus.
Wie kann man Kleinkindern die Hitze erträglicher machen?
Die richtige Balance zwischen Wärmezufuhr und Abkühlung zu finden, ist für Eltern elementar. Zu viel Kälte wirkt kontraproduktiv und belastet den Kreislauf, zu viel Hitze führt zur Dehydration und im schlimmsten Fall zum Hitzschlag. Hier sind die wichtigsten Verhaltensregeln:
- Mittagshitze meiden: Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr sollten Babys und Kleinkinder drinnen bleiben.
- Räume abdunkeln: Halten Sie das Schlafzimmer dunkel, damit die Sonne es nicht aufheizt.
- Lüften: Nutzen Sie die kühlen Morgen- oder Abendstunden für Spaziergänge und zum Durchlüften.
- Verdunstungskälte nutzen: Um die Temperatur auf der Terrasse angenehmer zu machen, kann der Boden kurz mit dem Wasserschlauch abgespritzt werden.
Besonderer Schutz für Neugeborene
Neugeborene, die im Hochsommer das Licht der Welt erblicken, sollten an sehr heissen Tagen die ersten zwei Wochen möglichst in der kühlen Wohnung verbringen. Bei Ausfahrten gilt: Vorsicht beim Abdecken des Kinderwagens! Hängen Sie keine dicken Tücher oder Windeln komplett über die Öffnung, da sich darunter die Hitze extrem stauen kann. Nutzen Sie stattdessen einen verstellbaren Sonnenschirm oder ein luftdurchlässiges Sonnensegel. Direkte UV-Strahlung ist für Neugeborene absolut tabu, da ihre Haut noch keinen Eigenschutz besitzt.
Sonnencreme: Ja oder Nein?
Bei Kleinkindern ab einem Jahr ist eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (und möglichst mineralischen Filtern) Pflicht. Der Schutz sollte alle zwei Stunden erneuert werden, besonders wenn geplanscht wurde.
Bei Neugeborenen und Babys unter 12 Monaten raten Experten zur Vorsicht. Ihre Hautbarriere ist sehr dünn und durchlässig für Inhaltsstoffe. Zudem können verstopfte Poren durch zähe Cremes die Überhitzung fördern. Daher gilt für das erste Lebensjahr: Der beste Schutz ist Kleidung und Schatten. Cremen Sie – wenn überhaupt nötig – nur die nackten, unbedeckten Stellen wie Handrücken oder Füsse dünn ein.
Kleidung und der wichtige „Nackengriff“
Leichte, helle Baumwollkleidung oder Leinen eignen sich am besten, um die Haut atmen zu lassen. Aber woher weiss man, ob dem Baby zu warm oder zu kalt ist? Hände und Füsse sind bei Babys oft kühl und daher kein guter Indikator.
Der Hebammentipp: Fühlen Sie im Nacken.
- Nacken warm und trocken: Alles perfekt.
- Nacken feucht und heiss: Das Kind schwitzt und ist zu warm angezogen -> Schicht ausziehen!
- Nacken kühl: Dem Kind ist kalt -> Schicht anziehen.
Auch im Sommer ist ein leichtes Mützchen als Sonnenschutz wichtig, idealerweise mit Nackenschutz.
Kühlmatten fürs Baby: Sinnvoll oder gefährlich?
Das Thema Kühlmatten wird von Eltern oft diskutiert. Die Skepsis ist berechtigt, wenn es um sogenannte „Kühl-Akkus“ oder Matten geht, die im Gefrierfach auf wenige Grad heruntergekühlt werden. Solche Eiskälte ist für Babys gefährlich und absolut ungeeignet, da der kleine Körper unterkühlen kann (Kälteschock).
Der Unterschied bei unseren Gel-Kühlmatten:
Die von uns angebotenen Matten funktionieren anders. Sie sind selbstkühlend und reduzieren die Temperatur nur um sanfte 3 bis 4 Grad im Vergleich zur Körpertemperatur. Sie erzeugen keine Eiskälte, sondern eine angenehme Frische, die hilft, die Körpertemperatur zu regulieren, ohne den Kreislauf zu belasten.
Anwendungstipp für Eltern:
Legen Sie das Baby nie mit nackter Haut direkt auf die Matte. Legen Sie immer ein dünnes Baumwolltuch (z.B. eine Mullwindel) zwischen Matte und Kind. So verhindern Sie Auskühlung und nutzen dennoch den angenehmen Effekt, um Hitzestau im Kinderwagen oder Bettchen zu vermeiden.
